Werkstoffentwicklung

Die bereits in den 80er Jahren bei der August Küpper GmbH begonnene Werkstoffentwicklung zur Herstellung eines thermisch hoch belastbaren Gusseisens mit Vermiculargraphit (GJV) führte zum Serienwerkstoff für Abgaskrümmer im Volkswagen – Konzern.

Die Wirkung der vermicularen Graphitform auf die physikalischen Eigenschaften im Gußeisen

Die Graphitform hat einen entscheidenden Einfluß auf die Wärmeleitfähigkeit im Werkstoff. Eine vermiculare Graphitform beschleunigt die Wärmeleitung im Bauteil und führt deshalb im Vergleich mit Werkstoffen die eine globulare Graphitform aufweisen zu einem deutlich homogeneren Temperaturprofil mit geringeren Temperaturgradienten im Bauteil. Die geringeren Temperaturgradienten führen im Ergebnis zu geringeren Wärmespannungen und damit zu einer höheren Temperaturwechselfestigkeit.
Die stetige Weiterentwicklung und Optimierung hat mit den heutigen Werkstoff GJV SiMo und GJV SiMo / Ni ein qualitatives Spitzenprodukt für Abgaskrümmer und Turbinengehäuse erzeugt, der die Anforderungen der Motorenbauer bestens erfüllt.
Heute sind diverse Serienlösungen mit einer Gastemperatur bis 960°C im Einsatz. Bisher wurden aus dem Werkstoff GJV SiMo mehrere Millionen Bauteile hergestellt. In der Abbildung rechts ist ein kleiner Ausschnitt hochwertiger Serienanwendungen zu sehen.
Zu den zufriedenen Kunden der August Küpper Eisengießerei zählen bereits seit Jahren der Volkswagen – Konzern und die Firma Daimler. Aber auch die Turbolader- Hersteller Garrett, BorgWarner, IHI und BoschMahle.